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Autistisches Burnout: Entstehung, Wirkung und Bewältigung

Heute widmen wir uns einem sehr wichtigen Thema: dem autistischen Burnout. Aber was genau bedeutet das? Lassen Sie uns zunächst die Begriffe „Autismus“ und „Burnout“ einzeln betrachten, um dieses Konzept besser zu verstehen.

Sofia Weavind – jameda.de

Autismus ist eine Form der Wahrnehmung und des Erlebens, die sich deutlich auf das Verhalten und die Interaktion mit der Welt auswirkt. Menschen mit Autismus interagieren oft anders mit anderen Menschen und können sehr spezielle Interessen haben. Zudem nehmen sie ihre Umwelt oft intensiver wahr, was gelegentlich zu Überlastungssituationen führen kann.

Burnout hingegen ist ein Zustand extremer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Es entsteht häufig durch langanhaltenden Stress oder Frustration, oft im Zusammenhang mit der Arbeit.

Wenn wir diese beiden Konzepte kombinieren, erhalten wir den Begriff „autistisches Burnout“. Dies beschreibt eine Situation, in der Menschen mit Autismus durch anhaltenden Stress und die Anstrengungen, sich in einer Welt zurechtzufinden, die oft nicht auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist, eine tiefe Erschöpfung erleben. Leider wird dieses spezifische Problem in unserer Gesellschaft oft übersehen oder missverstanden.

In diesem Blogbeitrag werden wir uns damit beschäftigen, welche Faktoren zu autistischem Burnout führen können, wie es sich auswirkt und was getan werden kann, um es zu bewältigen. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein und Verständnis für dieses wichtige Thema zu erhöhen. Bleiben Sie dran, um mehr zu erfahren!

Hintergrund und Ursachen des autistischen Burnouts

Das autistische Burnout kann einige Hintergründe und Ursachen haben.

Sensorische Überlastung

Viele Menschen mit Autismus erleben Alltagsumgebungen oft als überwältigend, was zu einer sensorischen Überlastung führt. Ob helle Lichter, laute Geräusche oder unangenehme Texturen – all dies kann eine erhebliche Belastung darstellen. Diese ständige Überlastung kann mit der Zeit zu Burnout führen.

Sozialer Druck und Anpassungsbemühungen

Hinzu kommt der soziale Druck, den viele Menschen mit Autismus verspüren. Sie versuchen oft, ihre autistischen Merkmale zu verbergen oder sich an soziale Normen anzupassen, die für sie unnatürlich oder verwirrend sein können. Diese ständige Anpassungsleistung – das sogenannte „Masking“ – ist äußerst anstrengend und kann zu hohem Stress führen, der schließlich in einem Burnout resultiert.

Arbeits- und Bildungsbelastung

Wie bei einem herkömmlichen Burnout kann auch die Belastung in der Arbeits- oder Bildungsumgebung zu einem autistischen Burnout führen. Leider sind viele dieser Umgebungen nicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus zugeschnitten, was zusätzlichen Stress verursacht. Der ständige Kampf, in diesen Umgebungen zu bestehen und erfolgreich zu sein, kann mit der Zeit zu einem Burnout führen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass autistisches Burnout sich von herkömmlichem Burnout unterscheidet. Während herkömmliches Burnout oft auf chronischen Arbeitsstress zurückgeführt wird, entsteht autistisches Burnout aus dem anhaltenden Kampf, in einer Welt zu bestehen, die hauptsächlich auf die Bedürfnisse von neurotypischen Menschen ausgerichtet ist.

Trotz der zunehmenden Berichte von Menschen mit Autismus und ihren Betreuungspersonen über ihre Erfahrungen mit Burnout ist das autistische Burnout in der wissenschaftlichen Forschung noch ein relativ neues Phänomen. Es besteht ein dringender Bedarf, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und ein tieferes Verständnis für die zugrunde liegenden Ursachen und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln.

Unterschiede zwischen autistischem Burnout und klassischem Burnout

Es ist von zentraler Bedeutung zu verstehen, dass autistisches Burnout und klassisches Burnout, obwohl beide Formen der Erschöpfung, in ihren Ursachen und Ausprägungen unterschiedlich sind. Die folgenden Punkte verdeutlichen einige dieser Unterschiede:

Ursachen und Auslöser

Klassisches Burnout wird oft durch chronischen Stress in der Arbeitsumgebung verursacht, insbesondere in Berufen mit hohem Druck und wenig Unterstützung. Es wird durch anhaltende berufliche Überlastung, mangelnde Anerkennung, geringe Kontrolle über die Arbeit und Unausgewogenheit zwischen Aufwand und Belohnung charakterisiert.

Im Gegensatz dazu kann autistisches Burnout aus einer Vielzahl von Quellen resultieren, nicht nur aus der Arbeitsumgebung. Wie es entstehen kann:

  • anhaltende Anstrengungen zur Anpassung an soziale Erwartungen
  • sensorische Überlastung
  • generelle Erschöpfung

Diese ergeben sich aus dem Versuch, in einer Welt zu leben, die oft nicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus ausgerichtet ist.

Symptome und Auswirkungen

Obwohl es Überschneidungen in den Symptomen beider Zustände gibt, wie extreme Erschöpfung und Verlust von Motivation, kann autistisches Burnout auch spezifische Auswirkungen haben, die über die typischen Burnout-Symptome hinausgehen. Menschen mit autistischem Burnout berichten oft von:

  • Verlust an Fähigkeiten, die sie zuvor hatten
    • einschließlich sozialer
    • kommunikativer und
    • lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Zunahme autistischer Verhaltensweisen und Empfindungen:
    • erhöhte Sensibilität gegenüber sensorischen Reizen
    • erhöhte Bedürfnisse nach Routinen und Vorhersagbarkeit

Erkennung und Behandlung

Die Unterschiede zwischen autistischem und klassischem Burnout haben auch Auswirkungen auf Erkennung und Behandlung. Autistisches Burnout wird oft missverstanden oder übersehen. Die Symptome können als Teil des Autismus selbst oder als andere psychische Probleme, wie Depressionen oder Angststörungen, fehlinterpretiert werden. Die Behandlungen, die für klassisches Burnout wirksam sind, wie Stressmanagement und Arbeitsplatzanpassungen, sind möglicherweise nicht ausreichend, um autistisches Burnout zu bewältigen. Stattdessen könnte ein umfassenderer Ansatz erforderlich sein, der die individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen von Menschen mit Autismus berücksichtigt.

Die Unterscheidung zwischen autistischem Burnout und klassischem Burnout ist wichtig, um:

  • das Bewusstsein für dieses spezifische Phänomen zu erhöhen
  • wirksame Unterstützungs- und Interventionsstrategien zu entwickeln.
Gegenüberstellung typisches und autistisches Burnout

Symptome und Auswirkungen von autistischem Burnout

Menschen mit autistischem Burnout berichten von einer Reihe von Symptomen und Auswirkungen, die sich erheblich auf ihr tägliches Leben und ihre Fähigkeit auswirken, zu funktionieren. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome von Person zu Person variieren können, da Autismus ein Spektrum ist und jeder Mensch einzigartig ist. Hier sind einige der häufig berichteten Symptome und Auswirkungen:

Erhöhte Erschöpfung

Die vielleicht am häufigsten berichtete Auswirkung von autistischem Burnout ist eine tiefe, durchdringende Erschöpfung. Diese geht über normale Müdigkeit hinaus und kann es schwierig machen, selbst grundlegende Aufgaben zu erfüllen. Menschen mit autistischem Burnout können sich körperlich, geistig und emotional erschöpft fühlen.

Verlust von Fähigkeiten

Ein weiteres markantes Merkmal des autistischen Burnouts ist der Verlust von Fähigkeiten. Dies kann soziale Fähigkeiten, kommunikative Fähigkeiten und lebenspraktische Fähigkeiten umfassen. Eine Person, die normalerweise in der Lage ist, diese Fähigkeiten zu nutzen, könnte feststellen, dass sie während eines Burnouts nicht mehr darauf zugreifen kann.

Zunahme autistischer Verhaltensweisen und Empfindungen

Während eines Burnouts können Menschen mit Autismus eine Zunahme autistischer Verhaltensweisen und Empfindungen erleben. Dies kann eine erhöhte Sensibilität gegenüber sensorischen Reizen, ein erhöhtes Bedürfnis nach Routinen und Vorhersagbarkeit und eine Zunahme von sogenannten „Stimming„-Verhaltensweisen umfassen, die zur Selbstberuhigung dienen.

Verstärkte Ängste und Stimmungsschwankungen

Viele Menschen mit autistischem Burnout berichten von verstärkten Ängsten und Stimmungsschwankungen. Dies kann sich als erhöhte Angst, Depression, Reizbarkeit oder Wut äußern. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome nicht unbedingt auf eine separate psychische Erkrankung hinweisen, sondern eine direkte Folge des Burnouts sein können.

Diese Symptome und Auswirkungen können es für Menschen mit autistischem Burnout schwierig machen, im Alltag zu funktionieren. Sie können Auswirkungen auf die Fähigkeit zur Arbeit, zur Schule oder zur Universität gehen, Haushaltsaufgaben zu erledigen, Beziehungen zu pflegen und sogar grundlegende Aufgaben der Selbstversorgung zu erfüllen, haben.

Es ist wichtig, auf diese Symptome zu achten und Unterstützung zu suchen, wenn man glaubt, dass man oder jemand, den man kennt, unter autistischem Burnout leidet.

Körperliche Auswirkungen bei autistischem Burnout

Natürlich hat autistisches Burnout nicht nur psychologische, sondern auch physische Auswirkungen, die beachtet werden müssen. Einige der berichteten körperlichen Symptome umfassen:

Chronische Müdigkeit

Chronische Müdigkeit ist eines der am häufigsten berichteten Symptome. Diese geht über normale Müdigkeit oder Schlafmangel hinaus und kann auch nach einem ausreichenden Schlaf bestehen bleiben. Die Betroffenen fühlen sich ständig erschöpft und haben möglicherweise Schwierigkeiten, ihre normalen täglichen Aktivitäten auszuführen.

Erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten

Einige Menschen mit autistischem Burnout berichten, dass sie während dieser Perioden anfälliger für Krankheiten sind. Dies könnte auf den chronischen Stress zurückzuführen sein, der das Immunsystem schwächt, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen und Krankheiten führt.

Verschlechterung chronischer Krankheiten

Menschen mit bestehenden chronischen Erkrankungen könnten feststellen, dass ihre Symptome während eines Burnouts schlimmer werden. Dies kann auf den allgemeinen Stress und die Erschöpfung zurückzuführen sein, die das Management bestehender Gesundheitsprobleme erschweren können.

Schlafstörungen

Viele Menschen mit autistischem Burnout leiden unter Schlafproblemen. Sie können Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen oder Erwachen haben und sich trotz ausreichendem Schlaf müde oder unausgeruht fühlen.

Verdauungsprobleme

Verdauungsprobleme wie Magenschmerzen, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall können ebenfalls bei autistischem Burnout auftreten. Dies kann auf den Stress zurückzuführen sein, der das Verdauungssystem beeinflusst, oder auf Änderungen im Essverhalten, die während eines Burnouts auftreten können.

Diese körperlichen Symptome können die psychologischen und emotionalen Belastungen des autistischen Burnouts verschlimmern. Es ist daher wichtig, diese Symptome zu erkennen und zu behandeln, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern und die Erholung zu unterstützen.

Bitte denken Sie daran, bei Bedarf medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Jeder, der diese Symptome bei sich feststellt und glaubt, dass er möglicherweise unter einem autistischen Burnout leidet, sollte einen Arzt oder einen anderen medizinischen Fachmann aufsuchen. Dieser kann Ihnen dabei helfen, Ihre Symptome zu behandeln und Sie mit Ressourcen und Strategien zu unterstützen, die Ihnen dabei helfen, sich zu erholen und zukünftige Burnouts zu vermeiden.

Erkennung und Diagnose

Die Erkennung und Diagnose von autistischem Burnout kann eine Herausforderung sein, da es bisher keine offizielle medizinische Diagnose gibt und die Symptome individuell variieren können. Zudem können die Symptome von autistischem Burnout mit denen anderer psychischer Gesundheitsprobleme, wie Depression oder Angststörungen, verwechselt werden. Dennoch gibt es einige Schritte, die dazu beitragen können, autistisches Burnout zu erkennen und zu diagnostizieren:

Selbstbeobachtung

Eine der wichtigsten Strategien zur Erkennung von autistischem Burnout ist die Selbstbeobachtung. Menschen mit Autismus und ihre Betreuer können auf Veränderungen in Verhalten, Fähigkeiten und Wohlbefinden achten, die auf einen Burnout hindeuten könnten. Dies kann eine Zunahme von Erschöpfung, Rückzug, verstärkten autistischen Verhaltensweisen oder Verlust von Fähigkeiten umfassen, die zuvor gemeistert wurden.

Professionelle Bewertung

Ein*e Ärzt*in, Psychiater*in oder Psycholog*in kann dabei helfen, die Symptome zu bewerten und andere mögliche Ursachen auszuschließen. Dies kann eine gründliche medizinische Untersuchung und psychologische Bewertung einschließen. Es ist wichtig, dass die Fachperson mit Autismus vertraut ist und die einzigartigen Herausforderungen und Belastungen, denen Menschen mit Autismus ausgesetzt sind, versteht.

Offene Kommunikation

Die offene Kommunikation über Gefühle, Erfahrungen und Herausforderungen ist ein wichtiger Schritt zur Erkennung von autistischem Burnout. Menschen mit Autismus sollten ermutigt werden, über ihre Erfahrungen zu sprechen, und ihre Betreuer und Therapeuten sollten bereit sein, diese Erfahrungen ernst zu nehmen.

Die Diagnose eines autistischen Burnouts erfolgt meist durch Ausschlussverfahren und auf der Grundlage der berichteten Symptome. Es ist entscheidend, dass jeder Verdacht auf autistisches Burnout ernst genommen und gründlich untersucht wird. Frühe Erkennung und Intervention können dabei helfen, die Schwere und Dauer des Burnouts zu verringern und die Genesung zu unterstützen.

Wichtige Anzeichen und Warnsignale von autistischem Burnout

Die Identifizierung von autistischem Burnout kann schwierig sein, da die Symptome von Person zu Person variieren können und es keine offizielle Diagnose gibt. Jedoch gibt es einige Anzeichen und Warnsignale, auf die man achten sollte. Diese umfassen:

1. Chronische Erschöpfung: Dies ist ein häufiges Anzeichen für autistisches Burnout. Menschen können sich ständig müde oder erschöpft fühlen, auch nach ausreichendem Schlaf oder Ruhezeiten.

2. Verlust von Fähigkeiten: Dies kann die Fähigkeit zum Kommunizieren, sozialen Interagieren oder Ausführen von Aufgaben der Selbstversorgung betreffen. Fähigkeiten, die zuvor beherrscht wurden, können plötzlich schwierig oder unmöglich werden.

3. Zunahme autistischer Verhaltensweisen und Empfindungen: Menschen mit autistischem Burnout können eine erhöhte Sensibilität gegenüber sensorischen Reizen, ein erhöhtes Bedürfnis nach Routinen und Vorhersagbarkeit und eine Zunahme von sogenannten „Stimming“-Verhaltensweisen erleben.

4. Verstärkte Ängste und Stimmungsschwankungen: Dies kann sich als erhöhte Angst, Depression, Reizbarkeit oder Wut äußern.

5. Rückzug: Personen mit autistischem Burnout können sich sozial, emotional oder körperlich zurückziehen. Sie könnten ihre Freunde oder Familie weniger sehen wollen, ihre Hobbys oder Interessen vernachlässigen oder weniger an gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen.

6. Körperliche Symptome: Wie bereits erwähnt, kann autistisches Burnout auch körperliche Symptome wie chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten oder Verdauungsprobleme umfassen.

Jeder, der diese Anzeichen und Warnsignale bei sich selbst oder bei jemandem, den er kennt, bemerkt, sollte ernsthaft in Betracht ziehen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Frühe Intervention kann dazu beitragen, die Schwere und Dauer des autistischen Burnouts zu reduzieren und die Erholung zu unterstützen.

Behandlungsansätze und Prävention

Behandlungsansätze und Prävention von autistischem Burnout sollten immer individualisiert und an die spezifischen Bedürfnisse der betroffenen Person angepasst werden. Hier sind einige Ansätze, die hilfreich sein können:

1. Stressmanagement

Eine der Schlüsselstrategien zur Behandlung und Prävention von autistischem Burnout ist das Stressmanagement. Dies kann durch eine Vielzahl von Techniken erreicht werden, wie z.B. Entspannungstechniken, Achtsamkeitsübungen, körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung.

2. Unterstützung durch Fachleute

Therapie oder Beratung können hilfreich sein, um die zugrunde liegenden Ursachen des Burnouts zu erkunden und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln. Dies könnte eine kognitive Verhaltenstherapie, eine Ergotherapie oder andere Formen der Therapie umfassen.

3. Selbstfürsorge

Es ist wichtig, dass Menschen mit Autismus lernen, auf sich selbst zu achten und ihre Grenzen zu respektieren. Dies könnte bedeuten, Zeit für Ruhe und Erholung einzuplanen, Hobbys und Interessen nachzugehen und gesunde Schlafgewohnheiten zu pflegen.

4. Anpassungen der Umwelt

In einigen Fällen können Anpassungen der Umwelt hilfreich sein, um Stress zu reduzieren und einen Burnout zu verhindern. Dies könnte eine Anpassung der Arbeitsbelastung, der Schulumgebung oder der häuslichen Umgebung bedeuten.

5. Medizinische Behandlung

In einigen Fällen kann eine medizinische Behandlung erforderlich sein, insbesondere wenn es begleitende psychische oder körperliche Gesundheitsprobleme gibt. Dies sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder einem anderen medizinischen Fachmann erfolgen.

6. Soziale Unterstützung

Die Unterstützung durch Familie, Freunde und Gemeinschaft kann eine wichtige Rolle bei der Bewältigung und Prävention von autistischem Burnout spielen. Dies kann bedeuten, offen über die Erfahrungen zu sprechen, Unterstützung bei täglichen Aufgaben zu suchen oder Verbindungen zu anderen in der Autismus-Community zu knüpfen.

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4 Gedanken zu „Autistisches Burnout: Entstehung, Wirkung und Bewältigung“

  1. Kamaleddine, Laura-Maximiliane

    Schönen guten Tag Frau Weavind,
    Ich habe gerade Ihren Beitrag mit dem Titel „Autistisches Burnout: Entstehung, Wirkung und Bewältigung“ gelesen.
    Ich bin selbst Asperger Autistin und erfahre jeden Tag diese Symptomatik und habe damit zu kämpfen, da mein Umfeld alles andere als sensibel für das Thema Autismus ist und leider auch nicht auf meine Bedarfe im Beruf eingegangen wird.
    Jedoch zum Thema Burnout und Autismus habe ich auch leider gegensätzliche Erfahrungen machen müssen und zwar die des Boreout, bei der sich relativ schnell die meisten Funktionen körperlich fast gänzlich einstellten.
    Ich konnte 3 Tage lang kaum sprechen einen Tag davon gar nicht, aufstehen ging nicht (eine Art von bewegungsunfähigkeit), zur Toilette gehen und essen ging auch in dieser Zeit nicht und das Bedürfnis habe ich auch erst wieder nach 2 Tage gespürt.
    Ich fühle mich sehr oft unterschätzt und somit auch unterfordert im Arbeitsleben was sehr anstrengend ist, da ich immer wieder kommunizieren muss, damit ich Aufgaben erhalte die mich fordern.

    Vielleicht gibt es einen Beitrag zu dieser Problematik?
    Mit freundlichen Grüßen
    Laura-Maximiliane Kamaleddine

    1. Liebe Frau Kamaleddine,
      Noch habe ich keinen Beitrag dazu, aber es ist ein wichtiges Thema. Ich werde mich demnächst daransetzen.
      Ich hoffe, dass es Ihnen wieder besser geht und dass Ihre Arbeitsstelle es bald versteht.
      Liebe Grüße
      Sofia Weavind

  2. Pingback: Masken und Narben: Ein Fokus auf Autismus und Trauma Podcast

  3. Sehr geehrte Sofia Weavind,
    ich finde es richtig toll, dass Sie sich so engagiert dem Thema widmen. Bei Wikipedia gibt es nur einen kleinen Artikel aber ohne Handlungsanweisungen.
    Mir ist aufgefallen, dass in Ihrem Text unter „Körperliche Ursachen bei autistischem Burnout“ die körperlichen Auswirkungen statt Ursachen stehen. Vielleicht ist das eine Wortverwechslung. Ich habe als Ursache auch immer die autismustypische Überlastung gehabt. Leider wurde das wegen nicht vorhandener Autismus Diagnose oft nicht gedeutet oder es wurde ein Psychoseverdacht „in den Raum gestellt“, was mir zusätzlich riesige Angst gemacht hat. Ich stelle mir das so vor, dass da nichts mehr in der richtigen Ordnung ist und man auf keine Wahrnehmungen mehr Vertrauen kann.
    Was mir zu Ursachen eingefallen ist, war die Wirkung von überdosiertem Bupropion. Das war ähnlich wie es beschrieben wird bei „Zombie Kindern“ mit zu viel Ritalin. Vielleicht wirkt Bupropion bei mir auch anders, da ich auch eine ADHS habe. Ich hatte den Eindruck, dass ich künstlich in den Fight/Flight/Freeze -Modus versetzt wurde durch die hohe Dosierung. Emotional gab es gar keine Regungen mehr. Da hatte ich auch da keine Orientierung mehr. Da meine „Depression“ ja nicht besser wurde, und das Absetzen so schwierig sei (es gibt nur zwei fixe Dosen, entweder 150mg oder 300mg, dazwischen nichts), blieb die Dosierung über zwei Jahre so. Jetzt weiß ich endlich besser Bescheid und die neue Ärztin ist außerordentlich kompetent. Darüber bin ich unheimlich froh. Schade, dass in ihrem Text „Fachmann“ steht. Bei „Fachperson “ habe ich mehr das Gefühl, dass die super Leistung meiner Ärztin auch repräsentiert wird.
    Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit.
    Mit besten Grüßen,
    Anonym

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